Zur Lage der Nation
Bundesfinanzminister, Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Wilhelm Molterer hielt am 15. Mai 2008 seine erste Rede zur Lage der Nation, eine 25 Jahre alte Tradition der ÖVP, von der ich heute zum ersten Mal (bewusst) höre.
Vor dem Hauptredner sprach der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP und Willi hui, SPÖ und Gusi pfui), Generalsekretär Hannes Missethon begrüßte die Zuhörer. Weiters wurde ein schriftliches Grußwort von Alois Mock übermittelt, der vor 25 Jahren die ÖVP-Tradition “Rede zur Lage der Nation” begründete.
Dann sprach der Hauptredner, Wilhelm Molterer. Er hielt ein erschreckend neoliberales Plädoyer gegen den “Vollkaskostaat” und für Privatisierung von allem und jedem, haute auf die hohen Managergehälter hin, die aber, ganz (neo)liberal, von seinen Freunden in der Wirtschaft selbst zu regeln seien, weil das alles den Staat nichts angehe, lobte ÖVP und Österreich (das Land, nicht die Zeitung), wobei die Grenzen zwischen beiden irgendwie fließend zu schein seinen, und vermied Kontakt mit “heißen Eisen”.
Interessanter als den eigentlichen Inhalt, finde ich aber die Nebenhandlung im Bereich der Fotojournalisten. Die wurden nämlich kurzerhand am Fotografieren gehindert und rausgeworfen, wie derstandard.at berichtet. Wer trotzdem ein paar nicht ÖVP-eigene Bilder sehen will, dem sei Cremers Photoblog empfohlen.
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[...] ecken und enden den sparstift ansetzen will. (siehe: w.molterers rede zur lage der nation hier text, und hier im [...]